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Aachen(Deutschland)
2019-11-19 13:00Text Size: A A A

Aachen(Deutschland) 

Geographie      

Aachen ist die westlichste deutsche Großstadt und zählt zu den Verdichtungsräumen des Landes. Sie liegt direkt an den Grenzen zu Belgien und den Niederlanden, etwa 30 km nördlich des Hohen Venns in einer nur nach Nordosten geöffneten Mulde am Fuß des linksrheinischen Schiefergebirges (Eifel), das südlich der Stadt beginnt.

Der höchste Punkt im Stadtgebiet beträgt 410 m ü. NN und liegt im äußersten Südosten der Stadt; der tiefste Punkt beträgt 125 m ü. NN und liegt im Norden der Stadt an der Bundesgrenze. Die Länge der Stadtgrenze beträgt 87,7 km, davon 23,8 km Grenze zu Belgien und 21,8 km Grenze zu den Niederlanden. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 21,6 km, die größte West-Ost-Ausdehnung 17,2 km.

Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Aachen. Sie werden im Uhrzeigersinn genannt, beginnend im Nordwesten:

Herzogenrath, Würselen, Eschweiler (nur 300 m am Autobahnkreuz Aachen), Stolberg und Roetgen (alle Kreis Aachen), Raeren und Kelmis in Belgien (Provinz Lüttich in Belgien) sowie Vaals, Wittem, Simpelveld, Heerlen und Kerkrade (alle Provinz Limburg in den Niederlanden).

Da Aachen an das europäische Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen ist, sind auch entferntere Orte leicht mit dem Zug zu erreichen, z. B. Köln, Düsseldorf, Frankfurt a. M., sowie Brüssel, Paris und London. Auch der Zug Paris-Moskau hält am Hauptbahnhof Aachen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die bedeutendsten Industriezweige in Aachen sind der Maschinenbau, die Reifenproduktion, die Herstellung von Glühlampen sowie die Produktion von Süßwaren, darunter die weltberühmten Aachener Printen. Daneben gibt es eine Reihe von Forschungsbetrieben und Hochtechnologieunternehmen, oft als Spin-offs der Universität (RWTH Aachen). Auch der Tourismus spielt eine wichtige Rolle (680.000 Übernachtungen in 4000 Betten).

In der Vergangenheit war die Produktion von Nadeln und Tuchen der wichtigste Wirtschaftsfaktor. So waren in Aachen mehrere hundert Nadelfabriken ansässig. An fast allen Bächen waren Tuchfabriken und -färbereien vorhanden. Seit Anfang der 90er Jahre hat sich ein sehr deutlicher Strukturwandel vollzogen. Die Herstellung von Nadeln und Tuchen wurde nach Fernost verlagert. Die letzte Aachener Nadelfabrik stellte den Betrieb Ende 2004 ein, von den zahlreichen Tuchfabriken ist noch eine Tuchfärberei übrig geblieben. Weitere Bedeutung hatte die Herstellung von Schienenfahrzeugen, Schirmen und Transformatoren. Diese Bereiche sind jedoch stark reduziert oder völlig aufgegeben worden.

 Verkehr

Am Autobahnkreuz Aachen treffen sich die Autobahnen A 4, A 44 und A 544. Die A 4 führt nach Köln sowie über den Grenzübergang Vetschau in die Niederlande, die A 44 nach Düsseldorf sowie nach Belgien. Die A 544 verbindet das Kreuz Aachen mit dem Europaplatz im Osten Aachens. Als Europastraße E 40 ist die A 4 von Köln bis zum Aachener Kreuz und ab dort die A 44 Richtung Belgien beschildert. Ferner führen die Bundesstraßen B 1, B 57, B 258 und B 264 durch das Stadtgebiet.

Neben dem Hauptbahnhof gibt es die Bahnhöfe Aachen-West und Aachen-Rothe Erde sowie die Haltepunkte Aachen-Schanz und Eilendorf. Der Schnellzug Thalys von Köln nach Paris fährt über Aachen, Lüttich und Brüssel. Auch der ICE International verkehrt auf der Strecke Brüssel, Lüttich, Aachen, Köln. Die Schnellzüge wechseln sich im Stundentakt ab. Aachen nimmt somit eine wichtige Stellung im transeuropäischen Verkehrsnetz ein.

Wichtigere regionale Bahnverbindungen (Stand September 2004):

RegionalExpress RE1: Aachen–Düren-Köln–Düsseldorf–Duisburg–Essen–Dortmund–Hamm (NRW-Express)
RegionalExpress RE4: Aachen-Mönchengladbach-Düsseldorf-Wuppertal-Dortmund (Wupper-Express)
RegionalExpress RE9: Aachen–Düren-Köln–Siegen(–Gießen) (Rhein-Sieg-Express)
RegionalExpress RE29: Aachen–Lüttich
RegionalBahn RB33: Aachen–Mönchengladbach–Duisburg (Rhein-Niers-Bahn)
RegionalBahn RB20: Heerlen–Herzogenrath–Aachen–Eschweiler–Weisweiler/Stolberg (Euregiobahn)

 

Rund 30 km vom Stadtzentrum entfernt liegt in den Niederlanden der Maastricht Aachen Airport, der unter anderem von der KLM angeflogen wird. Für kleinere Flugzeuge gibt es den Flugplatz Aachen-Merzbrück, auf dem auch der Rettungshubschrauber Christoph Europa 1 stationiert ist. Zu den Flughäfen Köln-Bonn (85 km) und Düsseldorf (100 km) bestehen regelmäßige Busverbindungen („Airport-Aixpress“).

1974 wurde die letzte Aachener Straßenbahnlinie stillgelegt. Seitdem beschränkt sich der Stadtverkehr auf Busse. Die Linien fahren innerhalb des Aachener Verkehrsverbundes (AVV) und ins benachbarte Ausland wie zum Beispiel nach Heerlen (NL) oder Eupen (B). Es gibt fünf Schnellbusse nach Alsdorf/Aldenhoven/Jülich (Linie SB 11), Heerlen (Linie 44), Eschweiler Bushof (Linie 52), Roetgen/Simmerath (Linie SB 63) und Roetgen/Monschau (Linie 166). Den ÖPNV in der Stadt selber betreibt die ASEAG (Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs AG) mit insgesamt 60 Buslinien (Stand Juni 2004). Da jedoch seitens der Stadt ein Einsparungsziel der ASEAG gegeben wurde, ist man zurzeit bemüht, das Linienangebot stärker dem Bedarf anzupassen. Zwar gab es in den letzten Jahren Versuche, wieder eine Stadt- und Straßenbahn einzuführen, das Projekt scheiterte jedoch bisher an den Kosten und wird seit 1999 nicht mehr weiterverfolgt. Als Ersatz dafür werden 2005 zwei Doppelgelenkbusse des Typs Van Hool AGG 300 einen Linienbetrieb zu Testzwecken führen. Bis 2007 sollen dann, bei erfolgreichem Test, insgesamt 16 Fahrzeuge beschafft werden.

Eisenbahnhistorisch hat Aachen zwei Besonderheiten zu bieten: den ältesten noch befahrenen Eisenbahntunnel Deutschlands, den Buschtunnel, sowie das Viadukt in Aachen-Burtscheid. In der Nähe, in Belgien, befindet sich bei Moresnet das berühmte Geultalviadukt, das 2004 saniert wurde. Zu der Beendigung dieser Maßnahmen gab es einen großen Festakt mit Feuerwerk. Auch wurde eine Rundfahrt in Waggons des legendären Orient-Express angeboten.

Die traditionsreiche Waggonfabrik Talbot an der Jülicher Straße produzierte bis Anfang der 1990er Jahre Güter- und Personenwaggons, wie etwa doppelstöckige Wagen für die niederländische Staatsbahn oder den Talent. Nach der Übernahme durch den kanadischen Konzern Bombardier (seitdem Talbot-Bombardier) wurde ein Großteil der Fertigung nach Ostdeutschland und Tschechien verlegt. Mittlerweile wird in Aachen der Innenausbau von Personenzügen vorgenommen.

Im Rahmen der Baumaßnahmen zu den Weltreiterspielen 2006 bestehen Pläne zum Bau einer Seilbahn von der Soers auf den Lousberg


Stadtgliederung    

Das Stadtgebiet gliedert sich in 7 Stadtbezirke mit je einer eigenen Bezirksvertretung und einem Bezirksvorsteher sowie einem eigenen Bezirksamt. Die Bezirksvertretung wird von der Bevölkerung des Stadtbezirks bei jeder Kommunalwahl gewählt. Die Stadtbezirke sind für statistische Zwecke teilweise in statistische Bezirke unterteilt. Diese haben eine zweistellige Nummer.

Die Stadtbezirke mit ihren zugehörigen statistischen Bezirken

Aachen-Mitte: 10 Markt, 13 Theater, 14 Lindenplatz, 15 St. Jakob, 16 Westpark, 17 Hanbruch, 18 Hörn, 21 Ponttor, 22 Hansemannplatz, 23 Soers, 24 Jülicher Straße, 25 Kalkofen, 31 Kaiserplatz, 32 Adalbertsteinweg, 33 Panneschopp, 34 Rothe Erde, 35 Trierer Straße, 36 Frankenberg, 37 Forst, 41 Beverau, 42 Burtscheid Kurgarten, 43 Burtscheid Abtei, 46 Steinebrück, 47 Marschiertor, 48 Hangeweiher
Brand: 51 Brand
Eilendorf: 52 Eilendorf
Haaren: 53 Haaren (mit Verlautenheide)
Kornelimünster/Walheim: 61 Kornelimünster, 62 Oberforstbach, 63 Walheim
Laurensberg: 64 Vaalserquartier, 65 Laurensberg (siehe auch Vetschau (Aachen))
Richterich: 66 Richterich (siehe auch Grünental, Huf)


Geschichte
 
Der Altarraum des Aachener Doms. Das Gebiet um Aachen wurde schon vor langer Zeit besiedelt. Bereits im Neolithikum (der Jungsteinzeit) zwischen 3000–2500 v. Chr. wurde auf dem Lousberg Feuerstein abgebaut. In der Bronzezeit und der frühen Eisenzeit war Aachen von Kelten besiedelt, wie Hügelgräber im Aachener Wald beweisen. Nach den Kelten siedelten die Römer an den warmen Quellen. Ein römisches Militärbad ist im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung belegt. Zeugnisse späterer Besiedlung sind fränkische Gräber aus dem 7. Jahrhundert.

Der fränkische König Pippin der Jüngere baute in Aachen einen Hof und sorgte für die erste schriftliche Erwähnung Aachens 765 als Aquis villa. Pippins Sohn Karl, später Karl der Große genannt, erbte das Fränkische Reich und den Aachener Hof, den er zu seiner Residenz wählte und zu einer Kaiserpfalz mit Palast (an dieser Stelle steht heute das Rathaus) und Kapelle, der so genannten Pfalzkapelle, ausbaute (heute der Aachener Dom).

Karls Sohn, Ludwig der Fromme, wurde 813 in Anwesenheit seines Vaters im Obergeschoß der Pfalzkapelle zum Mitkaiser gekrönt. Karl der Große wurde am 28. Januar 814 im Vorhof der Kapelle beigesetzt. Eine weitere Krönung erfolgte Mitte des 9. Jahrhunderts in der Aachener Pfalzkapelle. Lothar I., der älteste Enkel Karls des Großen, krönte sich hier zum Kaiser.

936 lässt sich Otto I. in Aachen zum ostfränkischen König krönen. Aachen bleibt für die nächsten 600 Jahre Krönungsort der deutschen Könige. Bis 1531 werden 31 deutsche Könige im Dom zu Aachen (auch Aachener Münster genannt) gekrönt, letzter ist Ferdinand I.

1165 lässt Friedrich I. Barbarossa Karl den Großen heilig sprechen. Ein Jahr später erhält Aachen Stadtrechte sowie das Markt- und Münzrecht und wird freie Reichsstadt (daher der Adler im Wappen).

1171 wird mit dem Bau des ersten Teils der Stadtmauer begonnen.

1248 fällt Aachen nach sechsmonatiger Belagerung an Wilhelm von Holland, der hier zum König gekrönt wird.

Von 1257 bis 1357 wird der äußere Mauerring angelegt, der erst im 19. Jahrhundert von der städtischen Bebauung überschritten wird.

1258 werden erstmals die Tuchwalker erwähnt. Die Tuchfabrikation war jahrhundertlang der wesentlichste Wirtschaftsfaktor der Stadt.

1330 beginnt der Bau eines Rathauses, das 1349 fertig gestellt wird.

1349 wird die Aachener Heiligtumsfahrt begründet, die seitdem alle sieben Jahre Pilger in die Stadt bringt.

1500 wird Aachen Teil des Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreises.

1520 wird Karl V. zum König gekrönt.


Aachen um 16471601 ergibt eine Zählung eine Einwohnerzahl von 14.171, darunter 2.829 Bürger.

Am 2. Mai 1656 bricht in der Backstube des Bäcker Peter Maw an der Jakobskirche ein Feuer aus, das fast das ganze gotische Aachen zerstört. Sieben Menschen sterben, 4.664 Häuser werden zerstört.

In der Folgezeit baut der aus Lüttich stammende Badearzt Franciscus Blondel Aachen zu einem der modernsten Badeorte Europas aus. In Aachen kursiert seit dieser Zeit der Satz: Was das Feuer zerstört hat, baut das Wasser wieder auf. Der Kurbetrieb wird durch Möglichkeiten zum Müßiggang und der Zerstreuung (Casino, Ballsäle) erweitert. Aachen wird zum Modebad und beherbergt regelmäßig die europäische Prominenz. Dazu zählen Herrscher wie Zar Peter der Große von Russland und der preußische König Friedrich der Große ebenso wie der Komponist Georg Friedrich Händel.

1668 wird der Revolutionskrieg zwischen Spanien und Frankreich mit dem Ersten Aachener Frieden beendet.

1748 findet in Aachen ein Friedenskongress statt, der den Österreichischen Erbfolgekrieg mit dem Zweiten Aachener Frieden beendet .

1794 besetzen die Armeen der Französischen Revolution Aachen und vereinen es mit Frankreich. Zahlreiche Kulturgüter werden nach Paris verschleppt.

1798 wird Aachen Verwaltungssitz des den Niederrhein umfassenden Roerdepartements. Im Jahre 1802 wird Aachen erstmals Bischofssitz. Das Bistum Aachen besteht zunächst bis 1825.

1815 wird Aachen nach dem Wiener Kongress in das Königreich Preußen eingegliedert und 1816 zunächst in der Provinz Jülich-Kleve-Berg Sitz einer preußischen Bezirksregierung und eines Landkreises. Die Stadt selbst wird kreisfrei. Ab 1824 gehört die Stadt mit dem gesamten Regierungsbezirk dann zur Rheinprovinz.

1822 wird mit dem Bau des Theaters und des Elisenbrunnens nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel begonnen. Das Theater wird 1825 eröffnet, der Elisenbrunnen zwei Jahre später eingeweiht.

1830 wird ein Aufruhr der Arbeiterschaft von bewaffneten Bürgern und Soldaten blutig niedergeschlagen. Die Einführung der Dampfkraft, vor allem in der in der Tuchindustrie, die fortschreitende Mechanisierung und die damit verbundene Arbeitslosigkeit sowie Frauen- und Kinderarbeit bei Niedrigstlöhnen hatten zu den Unruhen geführt.

1841 erfolgt die erste Wohnbebauung außerhalb des alten Stadtwalls. Das Bahnhofsviertel und die Theaterstraße entstehen.

1870 wird die Technische Hochschule als Königlich Rheinisch-Westphälische Polytechnische Schule zu Aachen gegründet.

1897 wird die Stadt Burtscheid eingemeindet. Damit steigt die Einwohnerzahl Aachens auf 126.407.

1918, nach dem Ersten Weltkrieges, fällt das westliche Aachener Hinterland mitsamt dem Kreis Eupen an Belgien. Aachen bleibt elf Jahre lang von belgischen Truppen besetzt.

1930 wird das 1825 aufgelöste Bistum Aachen wieder errichtet und dem Erzbistum Köln als Suffraganbistum unterstellt.

1933 wird die Städteverordnetenversammlung aufgelöst. Die leitenden städtischen und staatlichen Beamten werden durch Mitglieder der NSDAP ersetzt.

1937 findet eine Heiligtumsfahrt mit 800.000 Teilnehmern statt, die als stummer Protest gegen das NS-Regime gewertet wird.


Zug deutscher Kriegsgefangener durch die Ruinen der Stadt Aachen - Oktober 1944Im Zweiten Weltkrieg wird Aachen stark beschädigt, 65 % des Wohnraums werden zerstört. Im Juli 1941 erfolgt der erste von fünf Luftangriffen.

1944 wird Aachen zwangsevakuiert und am 21. Oktober 1944 nach sechswöchigem Kampf als erste westdeutsche Stadt von den Alliierten eingenommen. Zu diesem Zeitpunkt zählt die Stadt nur noch 11.139 Einwohner. Die US-Amerikaner setzen als neuen Bürgermeister Franz Oppenhoff ein, der fast fünf Monate später von einer Spezialeinheit der Nazis als Kollaborateur erschossen wird. Nach ihm wird später die Oppenhoffallee benannt. Aachen wird zunächst von amerikanischen, dann britischen und später von belgischen Truppen besetzt.

1946 hat Aachen wieder 100.000 Einwohner. Die Stadt wird dem Land Nordrhein-Westfalen eingegliedert.

Erstmalig wird 1950 der Internationale Karlspreis der Stadt Aachen für besondere Verdienste um Einigung und Frieden in Europa verliehen.

Bei der Gebietsreform von 1972 wird das Stadtgebiet Aachens durch die Eingemeindung von Brand, Eilendorf, Haaren, Kornelimünster, Laurensberg, Richterich und Walheim mehr als verdoppelt, die Einwohnerzahl steigt auf 237.108. Der Kreis Aachen erhält seine heutige Ausdehnung. Der Regierungsbezirk Aachen wird jedoch aufgelöst und dem Regierungsbezirk Köln angegliedert. Im gleichen Jahr feiert das neue Klinikum Aachen Richtfest.

1985 übergibt der damalige Ministerpräsident Johannes Rau das Klinikum offiziell an die RWTH Aachen.

1995 wird Aachens neue Synagoge unter Beteiligung internationaler Ehrengäste eingeweiht.

Ursprung des Stadtnamens

Der Name der Stadt Aachen leitet sich aus dem altgermanischen Wort „Ahha“, sprich „Acha“, ab und bedeutet Wasser. Die mittelalterliche lateinische Ortsbezeichnung „Aquisgranum“ bewahrt die Erinnerung an den römischen Badeort, der auf den keltisch-römischen Heilgott Granus hinweist. Als Kurstadt darf sich Aachen Bad Aachen nennen, offiziell wird dieser Titel außen vor gelassen, damit Aachen bei Aufzählungen weiterhin an erster Stelle steht.
Religionen
Das Gebiet der Stadt Aachen gehörte von Anfang an zum Bistum Lüttich beziehungsweise dessen Archidiakonat Hasbanien, Dekanat Maastricht. Im Mittelalter war die Wurm die Grenze zum Erzbistum Köln. Kirchliche Rechte hatte der Herzog von Jülich. Im Jahre 1708 gab es in Aachen 17 Klöster. 1802 wurde Aachen Sitz eines eigenen Bistums, das jedoch 1825 wieder aufgehoben wurde. Danach gehörte das Gebiet zum Erzbistum Köln, bevor 1930 das Bistum Aachen erneut als Suffraganbistum Kölns errichtet wurde. Heute gehören die Pfarrgemeinden der Stadt zur „Region Aachen-Stadt“. Kathedrale des Bistums Aachen und Hauptkirche der Stadt ist der Aachener Dom.

Die Ostfassade des Aachener DomsDie Reformation begann in Aachen um 1530. In den Folgejahren ließen sich vor allem protestantische (calvinistische) Tuchmacherfamilien in der Stadt nieder. 1544 wurde die erste Gemeinde gebildet. Jedoch wurde den evangelischen Bewohnern auf Befehl des Kaisers ab 1550 alle öffentlichen Ämter gesperrt. Der Rat der Stadt war jedoch gespalten. 1559 verließen die evangelischen Mitglieder den Rat. Danach wanderten viele Protestanten ab. 1576 konnte dank Unterstützung der Zünfte der Rat wieder mehrheitlich mit Protestanten besetzt werden. In der Folgezeit gab es zunächst eine lutherische und drei reformierte Gemeinden. Die Freiheiten dauerten jedoch nicht lange an, da 1598 die Reichsacht über die Stadt verhängt wurde, infolgedessen der evangelische Rat zurücktrat. Alle Predigthäuser und Schulen wurden geschlossen. Viele Protestanten wurden ausgewiesen. Nach einem Aufstand der Protestanten konnte 1611/1612 vorübergehend wieder ein protestantischer Rat gebildet werden, doch 1614 wurde erneut die Reichsacht verhängt und die Protestanten ausgewiesen, teilweise sogar hingerichtet. Danach war die Zahl der Protestanten sehr gering, jedoch gab es stets evangelische Bewohner, die immer wieder versuchten, Einfluss in der Stadt zu gewinnen. Da sie jedoch keine eigenen Gemeinden bilden konnten, schlossen sich die lutherischen und reformierten Bewohner den Gemeinden in Vaals an. Dort wurde 1736 eine protestantische Kirche errichtet. Nach Einmarsch der Franzosen gewannen die Protestanten allmählich ihre Gleichheitsrechte zu den Katholiken. 1802 erhielten sie die ehemalige Klosterkirche St. Anna für ihre Gottesdienste. Die inzwischen gegründete lutherische und reformierte Gemeinde fusionierte 1837 zur Vereinigten Evangelischen Gemeinde. Nachdem Aachen bereits 1815 preußisch geworden war und 1817 die Evangelische Kirche in Preußen als unierte Kirche gebildet worden war, gehörte die Gemeinde in Aachen zu dieser Kirche beziehungsweise zur rheinischen Provinzialkirche. 1838 wurde Aachen Sitz eines Superintendenten, aus dem später der heutige Kirchenkreis Aachen innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland hervorging. Die Evangelische Kirchengemeinde Aachen gliedert sich in vier Gemeindebereiche (Mitte, Nord, West und Süd) mit jeweils mehreren Pfarrbezirken. Zum Gebiet der Stadt Aachen gehören jedoch noch drei weitere Gemeinden im Südosten: Eilendorf bildet eine eigene Gemeinde, Brand gehört zur Kirchengemeinde Stolberg, die Orte im Bezirk Kornelimünsterc/Walheim gehören zur Kirchengemeinde Kornelimünster-Zweifall. Der Evangelische Kirchenkreis Aachen umfasst jedoch außer den Gemeinden in Stadt und Kreis Aachen auch Eifelgemeinden im Kreis Euskirchen.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Aachen Freikirchen und sonstige religiöse Vereinigungen beziehungsweise Gemeinden, darunter eine Alt-Katholische Gemeinde, Freie Christliche Gemeinden und eine Katholische Koreanische Gemeinde. Ferner sind die Christengemeinschaft, die Zeugen Jehovas, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und die Neuapostolische Kirche in Aachen vertreten.

Es existieren neben christlichen Einrichtungen islamische und jüdische Einrichtungen: mehrere Moscheen und die Synagoge.

 

Partnerstadt seit 1986    


Am 25. Oktober 1986 wurde die Städtepartnerschaft offiziell in Aachen begründet. Ursprung dieser Städtepartnerschaft sind die seit 1984 bestehenden freundschaftlichen Beziehungen der Fachhochschule Aachen und der Fachhochschule Ningbo. 1985 trug die Stadt Ningbo den Wunsch zum Abschluss einer städtepartnerschaftlichen Verbindung der Stadt Aachen an. Da der Rat der Stadt Aachen seit längerer Zeit beabsichtigte, sich auch mit einer Stadt im Osten zu verschwistern, wurde dem Wunsch entsprochen.

Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Aachen-Ningbo e.V.
gegründet 1990
Trotz der Entfernung und Verständigungsschwierigkeiten fördert der Verein eine Vielzahl von partnerschaftlichen Aktivitäten zwischen den beiden Städten.
Schwerpunkte:
Entwicklung u. Vermittlung von wirtschaftlichen Kontakten
Medizinischer Erfahrungs- und Personalaustausch
Austausch von Praktikanten u. Hospitanten
Kulturaustausch

Ansprechpartner
Verein:
Herr Herbert Prömper (Vorsitzender)
Grachtstr. 23
52076      Aachen
fon: 0241 / 525427
Stadt Aachen:

Website: www.aachen.de    

 


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